Die Fläche der Gärten insgesamt beträgt 748.547 m² / 87 % der Gärten sind einem Kleingartenverein angeschlossen
Kleingarten: Schrebergarten-Forum.de Kleingarten: Schrebergarten-Forum.de - Linkverzeichnis
Zurück   Kleingarten: Schrebergarten-Forum.de > Schrebergarten-Forum > Tiere im Kleingarten

Tiere im Kleingarten

Egal ob Haustiere oder "wilde" Tiere im Kleingarten, hier kann darüber diskutiert werden.


» Navigation
Schrebergarten-Forum.de Kostenlos registrieren!
» Forum
  News
  Allgemein
  Kleinanzeigen
  Tagebücher
  Sonstiges
» Karten
» Benutzer (1,741)
» Kleingarten-Kolonien/
Kleingarten-Vereine (57)
» Ereignisse (0)
» Anmelden
Benutzername:

Kennwort:

Noch kein Mitglied?
Jetzt registrieren!
» Links
Kolonie am Türkenpfuhl
Die Große Zimmergewächshaus-Seite
kgvhohefeld.de
Schrebergarten-Forum.de gehört zu den 6.000 wichtigsten deutschen Webseiten
Antwort
 
Themen-Optionen Thema durchsuchen
Alt 05.01.2018, 13:59 Thema: Wildtierparadies in der Stadt, Beitrag: #1
Lyvia
 
Benutzerbild von Lyvia
Standard Wildtierparadies in der Stadt

Wir leben nicht in einer großen, sondern eher einer Kleinstadt, mit gerade einmal 15.000 Einwohnern.
Durch die Natur um uns herum, wirkt alles sehr "dörflich" und abgeschieden und wir wuchsen hier immer im Kontakt mit Wildtieren auf, die die Nähe der menschlichen Siedlungen nicht scheuen.
Unser Kleingarten liegt etwas weiter ab von der Stadt, umringt von Wiesen und Wäldern und ich muss zugeben, dass ich mir, in dieser noch natürlicheren Umgebung, etwas mehr an Sichtungen von Wildtieren erhoffte.
Das einzige, was sich in Massen zeigte, waren Wühlmäuse, Maulwürfe und Krähen, bzw. Elstern.
Vor gut einem Jahr zogen wir innerhalb des Ortes um und wohnen nun in einem hübschen Haus, an dessen Garten ein etwa 2 Hektar großes Landstück grenzt, das rundherum von Häusern, Gärten und Straßen umgeben ist.
In dieser Umgebung bin ich aufgewachsen, habe als Kind auf den Wiesen gespielt, bin im Winter dort gerodelt oder habe, an dem kleinen Teich, an dem ein kleines, lichtes Erlenwäldchen steht und die Zulaufgräben des Tümpels markiert, stundenlang gesessen, Tiere und Natur beobachtet.
Es war einfach wunderschön, so aufwachsen zu können und ich war schon traurig, wenn ich daran dachte, dass die Wildtiere immer weiter zurückgedrängt wurden.
Aber dem ist tatsächlich nicht so. Im Gegenteil.
Im Frühjahr verbrachten wir manchmal Stunden damit, vom Küchenfenster eine Fuchsfähe mit ihren vier Jungen zu beobachten.
Sie lebten auf eben diesen eingegrenzten Wiesen, im kleinen Erlenwäldchen.
Meine Kinder konnten so, per Fernglas, mit erleben, wie aus tolpatschigen kleinen Fellknäulen wunderschöne junge Füchse wurden, die aufgereiht, wie Soldaten, auf der Wiese saßen, vor Wühlmausgängen und jagten.
Mit Ende der Aufzuchtzeit, verlassen die Füchse die Mutter und die Höhle, in der sie aufwuchsen.
Ein wenig blieb Traurigkeit zurück, aber auch die Hoffnung, dass die Füchsin eben genau hier, im nächsten Frühjahr, wieder ein Kinderzimmer einrichtet.
Durch unseren Garten tollte auch eine Eichhörnchenfamilie.
Die Mutter zeigte ihren drei Jungen einen der Kobel, die sie, hoch in einer Fichte am Grundstücksrand, als Futterlager errichtet hatte.
Elstern und Krähen saßen oft genau in dieser oder angrenzenden Fichten und wir hatten immer auch etwas Angst, sie könnten sich die jungen Eichhörnchen schnappen. Aber diese wichen stets geschickt aus, versteckten sich und kamen erst hervor, wenn die großen Vögel weg waren.
Im Kleingarten herrschte einmal helle Freude, als sich ein Eichelhäher kurz verirrte.
Niemand dachte in dem Moment daran, dass der Vogel Nester plündern könnte. Man sieht Eichelhähere inzwischen so selten.
Am Rande unseres Gartens ist er Dauerbesucher, sitzt mal bei uns, mal hüpft er über die Wiese,...
Eine Amsel baute letztes Jahr ein Nest in der Mauer unseres Gartenteiches, in einem Hohlraum, der sich hinter Efeu versteckte.
Zwischen unserem Gartenteich und dem Tümpel auf den Wiesen, pendeln Molche hin und her und wir waren regelrecht sprachlos, als wir im Sommer mindestens 6 oder 7 Molche in unserem Gartenteich ausmachten.
Und dann beobachteten mein Mann und mein Sohn heute sogar einen Hermelin.
Er turnte über die Wiese, richtete sich immer wieder auf, schaute sich um und suchte dann weiter in und an den Wühlmausgängen.
Ich bin mir sicher, wir werden auf dem eingegrenzten Naturstück noch sehr viele Tiere beobachten können.
Aber es stimmt mich auch nachdenlich, denn diese Tiere fühlen sich hier scheinbar so viel wohler, als in den Kleingärten, die abgelegener und damit doch natürlicher liegen.
Ist es schon soweit gekommen, dass wir unsere Kleingärten für die Wildtiere unattraktiver gestalten, als natürliche Flächen in den Orten?
Ein trauriger Gedanke, oder nicht?
Eigentlich sollten doch die Kleingärten und ihre natürliche Umgebung viel attraktiver für Wildtiere sein, die die Nähe des Menschen nur suchen, wenn die Vorteile fürs Überleben höher wiegen, als ihre Angst vor den Menschen.
Als wir unseren Kleingarten damals übernahmen, freuten wir uns darauf, unseren Kindern dort die Natur näher bringen zu können.
Jetzt haben wir erkannt, dass wir es im Ort besser können.
Zu "steril" sind die Kleingärten, zu verschanzt, überdüngt, mit Abwehrgiften behandelt, dass Fressfeinde der von uns ungeliebten Schädlinge, dort gar nicht sein wollen.
Das stimmt mich traurig. Für die Tiere, für den Ursprungsgedanken des Kleingärtnertums und die Menschen, die sich im Kleingarten die Chance nehmen, die Natur kennen zu lernen, sie stattdessen in vielen Bereichen bekämpfen.
Aber ich bin froh, dass meine Kinder wenigstens vor der Haustür genau die Natur erleben dürfen, die wir ihnen eigentlich im Kleingarten näher bringen wollten.
Lyvia ist offline  
Alt 05.01.2018, 17:10 Thema: Wildtierparadies in der Stadt, Beitrag: #2
gartenmutti
 
Benutzerbild von gartenmutti
Standard

eisvogel ,elstern ,krähen ,drosseln ,1 rotkelchen ,meisen ,spatzen ,mäuse,2 katzen , eine ratte ,hasen,ein frettchenpärchen und den hintern eines reh`s...liebe lyvia ...das - ist die ausbeute oktober 2017- jan 2018 aus meinem schrebergarten .allerdings ...nur...per tierüberwachungskamera .klar die vögel sehe ich auch so ...allerdings weniger live -wie die krähe z.b die kamera entdeckt und dann den kasten pieckt und in die linse schaut ...das waren schon lustige aufnahmen ,dabei sieht man wieder wie schlau die tiere doch sind .oder die nachtaufnahme ,wo das frettchenweibchen auf dem dach (dort ist auch unter anderem, eine kamera instaliert )etwas zu fressen findet ...ich konnte leider nicht erkennen was ...ob vogelfutter oder nüschen .... findet ,vom mäuschen -was immer unters gartenhausdach .einschlupf findet und wohl was fallen lies .das frettchenmädel schnappte sich jedenfalls den leckerbissen und wollte es sich schmecken lassen -hatte aber die rechnung nicht ohne ihrem- auch wohl hungrigen menne gemacht ...der wollte sich den happen schnappen ...pustekuchen ...das weibchen biss ihn fauchend weg ....ja ...hungrige frauen -damit ist nicht zu spaßen

auch lief einmal eine ratte über das dach -hab ich mich erschrocken -was für ein kawendsmann das doch war ...ich hoffe nicht das die ratte bei uns unterschlupf fand und sich bitte nur auf der durchreise befand ...ich sah sie ansonsten auch nie wieder ,weder live noch auf film .ja das landleben ist schön ,schön auch wie du es beschrieben hast liebe lyvia ...aber ich denke doch ...es geht rund zu - in den schrebergärten ...die tiere sind da....nur nicht wenn wir es sind ...denn im winte rbei schnee ,habe ich sooo viele verschiedene spuren im schnee entdecken können ,z. b auch von einem fuchs -der regelmäßig durch meinen garten stöbert ....außer den meisen ,drosseln und spatzen ....ach ja ...grade gestern beobachteten mein mann und ich ,eine kleine orangebraune maus ,mit einem dunklen langen strich auf dem rücken ...wie es das herunter gefallenes vogelfutter verputzte .es ließ sich überhaupt nicht von uns beiden ...staunend in unmittelbarer nähe ...stören .

lg von der gartenmutti ,die sich nun wieder auf tieraufnahmen ,auf der überwachungskamera freut .

Geändert von gartenmutti (05.01.2018 um 17:17 Uhr)
gartenmutti ist offline  
Alt 06.01.2018, 00:45 Thema: Wildtierparadies in der Stadt, Beitrag: #3
Lyvia
 
Benutzerbild von Lyvia
 Themenersteller 
Standard

gartenmutti,
ja, da sind auch Tiere, im Kleingarten. Aber wenn ich die Invasionen der Mäuse, Schnecken und Wühlmäuse sehe, zeichnet sich an deren riesigen Populationen ziemlich deutlich ab, dass es an natürlichen Feinden mangelt.
Bei uns haben sehr viele Häuser auch Gärten, wo zumindest teilweise Obst und Gemüse angebaut wird. Und sicher zeigen sich da auch Mäuse, Schnecken und Wühlmäuse, aber eben nicht in solchen Massen, wie in der Kleingartenanlage.
Dazu muss ich aber auch sagen, dass die Anlage im Gesamten recht engmaschig eingezäunt ist.
Füchse haben es da deutlich schwerer, überhaupt in die Gärten zu kommen. Für sie ist es da wesentlich einfacher die gröberen Umzäunungen im Ort zu überwinden.
Alles, was nicht durch Maschendraht oder unter der Gartenpforte hindurch passt, kommt nur selten in die Anlage der Kleingärten.
Gut, Rehe und Wildschweine möchte man ohnehin nicht so gern als Gäste, da sie ja auch ordentlich Fraßschäden hinterlassen.
Aber es geht ja auch beispielsweise um die Igel.
Da hatten wir ja schon mal das Thema, dass die sich eigentlich in der Kleingartenanlage richtig wohl fühlen müssten. Aber sie kommen kaum rein.
Waschbären hingegen, findet man im Kleingarten dann wieder wesentlich ungenierter agieren, als im Ort. Dort sind sie zwar auch, aber meist so, dass sie versuchen, unentdeckt zu bleiben.
Im Kleingarten erobern sie dann auch schon mal eine Laube, die sie dann fauchend verteidigen.
Lyvia ist offline  
Antwort

Zurück   Kleingarten: Schrebergarten-Forum.de > Schrebergarten-Forum > Tiere im Kleingarten

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche


Ähnliche Themen von "Wildtierparadies in der Stadt"
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Hallöchen aus der schönsten Stadt der Welt
Hallöchen aus der schönsten Stadt der Welt: Hallo an alle Gartenfreunde :-) bin seit 2...
Mariposa Neu auf Schrebergarten-Forum.de? 3 08.09.2014 11:54
[Sachsen] Gartenkauf von Gemeinde / Stadt möglich?
Gartenkauf von Gemeinde / Stadt möglich?: Hallo, ich habe folgende Frage, mein...
hyperlaeufer Kleingartenvereine, Kleingartengesetz, Kleingartenordnung & Kleingartenrecht 2 20.05.2013 15:33
[Sachsen] Stadt- oder Kreisverband als Eigentümer?
Stadt- oder Kreisverband als Eigentümer?: Kann eigentlich ein Stadt- oder Kreisverband auch...
Gast2243 Kleingartenvereine, Kleingartengesetz, Kleingartenordnung & Kleingartenrecht 3 10.05.2012 17:37
[Baden-Württemberg] Kündigung des Pachtvertrages zwischen Stadt+Kleingverein.
Kündigung des Pachtvertrages zwischen Stadt+Kleingverein.: :baumtanzen:Hallo, Ich hätte da mal eine Frage,...
Zwergobst Kleingartenvereine, Kleingartengesetz, Kleingartenordnung & Kleingartenrecht 2 04.05.2012 10:41
[Nordrhein-Westfalen] Kleingarten und Umzug in andere Stadt
Kleingarten und Umzug in andere Stadt: Hallo, ich brauch mal einen Rat von Euch und...
sassi Kleingartenvereine, Kleingartengesetz, Kleingartenordnung & Kleingartenrecht 3 21.02.2012 17:10


Powered by vBadvanced CMPS v3.2.3

Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 23:54 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.8.8 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2018, vBulletin Solutions, Inc.
Sie betrachten: Tiere im Kleingarten - Wildtierparadies in der Stadt