Die Fläche der Gärten insgesamt beträgt 750.532 m² / 87 % der Gärten sind einem Kleingartenverein angeschlossen
Kleingarten: Schrebergarten-Forum.de Kleingarten: Schrebergarten-Forum.de - Linkverzeichnis
Zurück   Kleingarten: Schrebergarten-Forum.de > Schrebergarten-Forum.de - Sonstiges > Off-Topic & Sonstiges

Off-Topic & Sonstiges

Hier kann über alles geredet werden, was nicht mit Kleingarten oder Schrebergarten zu tun hat.


» Navigation
Schrebergarten-Forum.de Kostenlos registrieren!
» Forum
  News
  Allgemein
  Kleinanzeigen
  Tagebücher
  Sonstiges
» Karten
» Benutzer (1,748)
» Kleingarten-Kolonien/
Kleingarten-Vereine (57)
» Ereignisse (0)
» Anmelden
Benutzername:

Kennwort:

Noch kein Mitglied?
Jetzt registrieren!
» Links
KGV Hoffnung Bovenden e.V.
Zierkirsche
Pflanzenwelt-Biermann Baumschule / Pflanzenversand
Schrebergarten-Forum.de gehört zu den 6.000 wichtigsten deutschen Webseiten
Antwort
 
Themen-Optionen Thema durchsuchen
Alt 17.11.2017, 16:54 Thema: Fragen zu Testamenten, Beitrag: #1
Lyvia
 
Benutzerbild von Lyvia
Standard Fragen zu Testamenten

Rechtliche Frage


Kann man testamentarisch auch einfach nur regeln, dass eine bestimmte Person, nach Ableben des Erblassers, aus den finanziellen Mitteln desjenigen die Bestattungskosten für eine Bestattung seiner (Verstorbener) Vorstellung zahlen soll und sich dann um die Auflösung des Haushalts zu kümmern hat, wobei der Erbnehmer entscheiden darf, wer von den Hinterbliebene was bekommt, was ggf. weggeworfen und verkauft wird, über das alles Buch zu führen und das übrig bleibende Geld dann unter den Kindern gerecht aufzuteilen?
Wenn ja, muss das handschriftlich sein oder kann das auch notariell festgelegt werden, wie eben ein notarielles Testament allgemein?


Es geht darum, dass mein Mann noch drei Schwestern hat, die sich seit Jahren nicht mehr wirklich um den Vater kümmern.
Eine der Schwestern – ich benenne sie mal mit A – hat zu Lebzeiten der Mutter, die vor wenigen Jahren starb, die Pflege übernommen, dabei aber wirklich schon fast kriminelles Vorgehen gezeigt.
Sie ließ sich von der Mutter auf einen Vordruck aus dem Inet eine Generalvollmacht unterschreiben, redete der Mutter aber ein, das sei lediglich eine Einverständniserklärung, dass sie dem Hausarztprinzip (gab es damals ja noch) zustimme.
So beantragte sie für die Mutter Pflegegeld, organisierte, als der MDK kam, dass sie allein mit der Mutter war und machte ihr glaubhaft, dass es lediglich um eine Bewilligung für einen Rollstuhl ginge, der benötigt wurde, wenn die Mutter das Haus verlassen wollte.
A hatte Kontovollmacht bei der Mutter und übernahm es, die Post regelmäßig aus dem Postfach zu holen.
Erst 1 Jahr später kamen wir dahinter, dass eine Pflegestufe existierte, daraus Pflegegeld auf das Konto der Mutter ging, das A sofort komplett abholte, am Folgetag noch einmal Kontoauszüge holte und den Eltern nur die Auszüge zeigte, auf denen das Pflegegeld nicht angezeigt wurde.
Sie vertrauten ihrer Tochter blind.
Uns kam es immer merkwürdiger vor, dass die Mutter gesundheitlich immer mehr abbaute, obwohl sie ärztlich regelmäßig durchgecheckt wurde und auch der Medikamentenplan dabei neu angepasst wurde.
5x täglich bekam sie verschiedene Medis und A wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass die Zeiten unbedingt so eingehalten werden müssten.
Sie stellte die Medis so, wie sie meinte, hielt den Plan selten ein und gab die 5 Dosierungen auf 2x.
Die Tabletten für morgens, mittags und nachmittags gab sie, wenn sie am späten Vormittag vorbei kam und sich vom Vater Frühstück machen ließ, die Medis für abends und nachts sollte Vater der Mutter vorm Schlafengehen geben.
Als wir das alles herausfanden und eine ambulante Pflege einbeziehen wollten, erfuhren wir, dass A mit der Vollmacht, bei der Pflegegeldkasse explizit verboten hatte, Vater oder irgend jemandem, außer ihr, Auskünfte zur Mutter oder dem Pflegegeld zu geben.
Meine Schwiegereltern hätten sich nie gegenseitig ausgeschlossen und verlangten, dass die Vollmacht ausgesetzt wurde.
So legten sie notariell fest, dass sie sich gegenseitig vertreten, wenn einer von ihnen nicht selbst entscheiden kann – erst nach ihnen dann mein Mann – und wir konnten endlich auch die ambulante Pflege dazu holen.
Bis dahin hatte mein Schwiegervater alles allein gemacht, außer eben die Medis zu stellen.
Seitdem wurde von A immer wieder verbreitet, mein Mann habe sie aus der Pflege gestoßen, um die Eltern zu entrechten und sich deren Geld unter den Nagel zu reißen, woraus ja eher umgekehrt ein Schuh wird.
Nun hat A ungefähr 2 Jahre kaum mal Zeit gehabt, den Vater zu besuchen.
Mein Mann versucht sich, so gut er eben neben der Arbeit kann, um seinen Vater zu kümmern, kauft mit ihm ein, fährt mit ihm zum Arzt und er oder unser Sohn, der in der Pflege arbeitet, stellen die Medis nach Plan.
Körperlich kann sich Vater soweit selbst versorgen, dennoch haben wir zusätzlich einen ambulanten Pflegedienst mit ins Boot geholt, der nach dem rechten sieht und im Haushalt mithilft.
Vater hat konkrete Vorstellungen, was nach seinem Ableben – das hoffentlich noch viele schöne Jahre auf sich warten lässt – mit ihm und seinen Sachen geschehen soll.
Vermögen hat er nicht, nur ein kleines Polster, von dem die Bestattung, die er sich wünscht, bezahlt werden kann, der Rest lässt ihn einfach beruhigter schlafen, dass er nicht am Hungertuch nagen muss.
Aus unterschiedlichen Gründen, möchte er nun weitestgehend Gelder von der Bank holen und wir befürworten es insoweit, dass er sich von seinem Geld mehr gönnt. Mitnehmen kann er es schließlich nicht.
Seit A das allerdings gehört hat, redet sie auf Vater ein, er sollte das Geld unbedingt auf der Bank lassen und weiter festlegen.
Für wen denn?
Nun musste Vater ins Krankenhaus, um einen Infekt auszukurieren und wir wissen, dass A wieder die Wohnung durchsucht.
Wenn Vater zurück kommt, werden viele persönliche Sachen, wie Fotos, etc. fehlen.
Wir haben Vater immer wieder geraten, A keinen Wohnungsschlüssel mehr zu geben und er misstraut ihr eigentlich auch, aber insgesamt freut er sich natürlich auch, wenn sie ihn besuchen kommt.
Also hat sie weiter einen Schlüssel.
Unsere Sorge ist die, dass sollte irgendwann der Abschied kommen, dass A plündern geht, wir dann sehen müssen, wie wir Vaters Wünsche von dem umsetzen können, das dann nicht mehr da ist und andere Schwestern, bzw. Enkel sich keine Erinnerungsstücke aussuchen können.
Daher eben die Frage, ob man notariell ein Testament aufsetzen kann, indem es primär um die letzten Wünsche der Person geht und wer sie umsetzen soll, ohne dass z.B. A einen Erbkrieg ausruft und ihre Geschwister zu übergehen versucht.
Die Vollmacht über Vorsorge und Patientenverfügung steht gerichtlich noch so, dass meine inzwischen verstorbene Schwiegermutter anstelle von Schwiegervater entscheidet, nach ihr dann mein Mann.
Muss da auch die Verfügung/Vollmacht notariell geändert werden?
Lyvia ist offline  
Alt 17.11.2017, 17:32 Thema: Fragen zu Testamenten, Beitrag: #2
buebchen
 
Benutzerbild von buebchen
Standard

Also Lyvia, da kenne ich mich überhaupt nicht mit aus. Ich würde mit diesem Fall zur Rechtsberatung gehen. Wenn Ihr sogar eine Rechtsschutzversicherung habt braucht Ihr nicht mal was bezahlen für die Auskunft.
buebchen ist offline  
Alt 17.11.2017, 20:18 Thema: Fragen zu Testamenten, Beitrag: #3
Alpenmaus
 
Benutzerbild von Alpenmaus
Standard

Ich rate in dem Fall dringend dazu, einen Notar in Anspruch zu nehmen und sich dort beraten zu lassen oder aber einen Fachanwalt für Erbrecht, wobei der nichts beurkunden kann und man eh beim Notar landet.

Rechtsschutz wird in dem Fall nicht eintreten, kommt auf den Vertrag an, manchmal wird zumindest eine Beratung gezahlt, sollte man aber vorher klären.
Alpenmaus ist offline  
Alt 17.11.2017, 22:02 Thema: Fragen zu Testamenten, Beitrag: #4
Gesa H.
 
Benutzerbild von Gesa H.
Standard

Arme Lydia.

Notar ist in dem Fall bestimmt angrbracht.
Und was mir noch einfällt: man kann doch die Bestattung schon zu Lebzeiten planen und bezahlen. Bestattungsvorsorge nennt sich das.
Dann weiß der Vater auch das alles seinen Wünschen entspricht.
Das ist bestimmt nicht ganz einfach aber ich kenne viele die das so regeln.

Etwas anderes sind natürlich die Erinnerungsstücke.....

Und die Schwester A, die sollte sich was schämen.
Gesa H. ist gerade online  
Alt 17.11.2017, 22:38 Thema: Fragen zu Testamenten, Beitrag: #5
Gärtner1
Standard

Hotz!! Ich dachte nur bei mir in der Familie sind Spacken die nur an sich denke. An A's stelle würde ich nur noch mit Papier Tüte über dem Kopf ausm Haus gehen. Aber es gibt Leute die schämen sich nicht ein bisschen.
Ja den letzten Willen sollte und kann man notariell festhalten. Man sollte es so festhalten das alles geregelt ist und dann sollte man sich daran halten.
Hab eine ähnliche Situation erst durch nur da ist alles gesparte weg. Und das was einiger maßen Geld brachte ist verkauft.
Gärtner1 ist offline  
Alt 18.11.2017, 01:34 Thema: Fragen zu Testamenten, Beitrag: #6
Lyvia
 
Benutzerbild von Lyvia
 Themenersteller 
Standard

Die Bestattungsvorsorge ist schon länger ein Thema zwischen Schwiegervater und uns.
Generell findet er das eine gute Option und will es auch machen, aber immer, wenn wir dann "Los" sagen, druckst er herum.
Klar, es ist eine Sache, Geld für die eigene Bestattung zu hinterlegen und Angehörigen zu sagen, was man sich wünscht, aber dann direkt mit dem Bestatter zu planen, ist dann wieder etwas ganz Anderes.
Aber es führt wohl kein Weg drum herum und ich werde das Thema noch mal dringlicher in Angriff nehmen, wenn er aus dem KH ist.

Was Scham und A angeht, passt das nicht zusammen.
Im Gegenteil, sie hat damals, als wir Schwiegereltern unterstützten, von dieser gefakten Vollmacht loszukommen, über das Pflegegeld selbst bestimmen zu können und den ambulanten Pflegedienst dazu holten, überall herum erzählt, wir hätten sie aus ihrer aufopferungsvollen Pflege nur heraus gedrängt, um uns zu bereichern.
In gewisser Weise haben wir uns sogar bereichert. Aber nicht materiell, sondern an einer Mutter/Oma/Schwiegermutter, die unter richtiger Pflege wieder aufblüte und damit eine Lebensfreude ausstrahlte, von der wir auch profitierten, weil es wieder großen Spaß machte, mit ihr zusammen zu sein, ohne beständig über ihren Gesundheitszustand in größter Sorge sein zu müssen.
Dennoch starb sie gut 2 Jahre danach, nachdem sie im Schlaf mehrere Schlaganfälle, im KH einen weiteren hatte.
A hatte zu dem zeitpunkt bereits so das Feuer gegen meinen Mann und mich geschürt, dass der Mann einer der Schwestern bis auf den Friedhof, bei der Beerdigung, herum pöbelte, wir hätten Schwiegermutter auf dem Gewissen.
Es war wirklich furchtbar!
Und genau das wollen wir nicht auch noch bei Schwiegervater miterleben müssen.

Es hört sich so unendlich kalt an, jetzt darüber zu sprechen, was sein könnte, wenn er eines Tages gehen muss.
Darüber wollen wir nicht nachdenken, aber wir müssen auch der Tatsache ins Auge sehen, dass er eben auch schon 88 Jahre alt ist.
Von herzen wünschen wir ihm, dass er indestens 100 Jahre alt wird, sofern er dabei ein schönes Leben hat, das er genießt.
Letzteres fällt ihm schwer, weil er seine Frau sehr vermisst.
Sie waren ca. 63 Jahre verheiratet und ein absolutes Traumpaar, das sich unendlich liebte.
Ihren Tod zu überwinden, fällt ihm so schwer und raubt ihm manchmal auch die Kraft, weiter zu machen.
Dann ist er mit den Kindern zusammen, freut sich, sie aufwachsen zu sehen und man erkennt in seinen Augen, dass er noch einige Jahre mit ihnen zusammen sein will.
Und auf diese Jahre hoffen wir einfach.
Lyvia ist offline  
Antwort

Zurück   Kleingarten: Schrebergarten-Forum.de > Schrebergarten-Forum.de - Sonstiges > Off-Topic & Sonstiges

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche


Ähnliche Themen von "Fragen zu Testamenten"
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Kompost Fragen
Kompost Fragen: Hallo, Wir haben vor einem Monat einen...
Sigurdur42 Kleingarten Forum 5 23.02.2018 17:26
[Brandenburg] Viele Fragen...
Viele Fragen...: Hallo! Ich bin hier neu und habe viele...
ExtremAndy Kleingartenvereine, Kleingartengesetz, Kleingartenordnung & Kleingartenrecht 44 12.12.2015 18:35
Fragen zum Rasen
Fragen zum Rasen: Wie schnell ... ääääh, sorry. Nein. Humor...
Mysteria1965 Pflanzen & Bewuchs im Kleingarten 2 09.09.2012 21:36
Diverse Fragen
Diverse Fragen: Hallo zusammen, ich habe versucht es allein zu...
LIFEKID Pflanzen & Bewuchs im Kleingarten 2 06.06.2012 23:30
Hab ein paar Fragen
Hab ein paar Fragen: Huhu, 1. wenn die Osterglockenblüten...
Jasmin09 Pflanzen & Bewuchs im Kleingarten 2 17.04.2012 13:09


Powered by vBadvanced CMPS v3.2.3

Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 11:17 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.8.8 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2018, vBulletin Solutions, Inc.
Sie betrachten: Off-Topic & Sonstiges - Fragen zu Testamenten